Paskalwen

Gelegentliche Texte

Europas Politikerkaste völlig von Sinnen

Ein Kommentar, der aus technischen Gründen nicht in der NWZ erscheinen konnte.

Über die Reaktionen auf den Brexit kann man sich nur noch wundern. Das gilt auch für die Debatte im Europäischen Parlament. Die Politiker des Kontinents scheinen in einem Polit-Exorzismus begriffen, der letztlich Unfähigkeit demonstriert, mit der neuen Lage umzugehen.

Alle Welt prügelt jetzt auf die Brexit-Befürworter Boris Johnson und Nigel Farage ein. Wahlweise sind sie „Arschlöcher“, „Feiglinge“ oder „Ratten“. Fehlt bloß noch das Wort vom „perfiden Albion“. Mit ihrer Diskreditierung soll wohl der Geist jeglicher EU-Kritik ausgetrieben werden.

Bei all dem fehlt es am Notwendigsten – ehrlicher Selbstkritik. Es ist primitiv, anzunehmen, das britische Volk habe sich von Farage & Co. einfach so „verführen“ lassen. Nein, für den Brexit gibt es Gründe. Die liegen bei der EU und ihrer Politik, und sie existieren auch nach dem Brexit-Votum weiter. Noch immer schwelt die Euro-Krise, während Griechenland zu Grunde geht. Noch immer finanziert die EZB vertragswidrig Staatshaushalte. Noch immer tickt in Frankreich und Südwest-Europa die Schuldenbombe, und noch immer ist die Asylpolitik desaströs. Das alles sind reale Probleme. Werden sie nicht gelöst, war der britische Exit nicht die letzte Katastrophe für die EU.

Nennt die Bestie beim Namen!

Der Henker von Orlando: Omar Mateen (29)

Der Henker von Orlando: Omar Mateen (29)

Der islamophile Mainstream scheint es wieder zu schaffen: Die Diskussion um den Anschlag von Orlando mit 50 Toten bekommt den „richtigen“ Spin – weg von den eigentlichen Ursachen, hin zu einer Scheindiskussion über das Waffenrecht in den USA. Der Trick liegt darin, den Blick auf die Methode des Mörders und seine Werkzeuge zu verengen, die Hintergründe aber möglichst zu verschleiern. Dabei steht außer Frage, daß es sich bei der Mordorgie des Omar Mateen (29) um eine islamistische Bluttat handelt.

Nein, es ist nicht die Waffe, die per se böse ist – das Böse oder Gute eines Schusses ergibt sich aus der Motivation des Schützen, und nur daraus. Das Werkzeug trägt keine Schuld. Wäre das so, dann müsste man schon längst Schnellkochtöpfe (Boston-Attentat), Flugzeuge (World-Trade-Center-Attentat) und Küchenmesser (Anschlagswelle in Israel) verboten haben. Der Killer findet immer ein Werkzeug, wenn er töten will.

Allerdings gibt es natürlich bei allen genannten Fällen eine Gemeinsamkeit: Die Täter waren allesamt Muslime, ihre Motivation schöpften sie aus dem Islam. Im Fall Mateen muss man nur eins und eins zusammenrechnen, um den Hintergrund seiner Tat zu erkennen – eben den Islam.

  • Mateen wuchs in einer afghanisch-muslimischen Familie auf. Sein Vater unterstützte öffentlich die Taliban.
  • Das FBI verhörte ihn mehrfach, weil man ihn verdächtigte Kontakt zu Terrorverdächtigen zu unterhalten und islamistische Sympathien zu hegen.
  • Kurz vor seinem Tot schwor er in einem Telefongespräch mit der Polizei dem Islamischen Staat die Treue.
  • Der Islamische Staat bezeichnete Mateen als „Soldat des Kalifats“. Nicht nur billigte der IS den Anschlag, er übernahm auch die Verantwortung dafür.

Der Anschlag dürfte dabei kaum durch den IS zentral geplant worden sein. Vielmehr ist die IS-Propaganda erst nach dem Massenmord auf den fahrenden Zug aufgesprungen. Das ändert nichts an der Tatsache, daß die Existenz des IS den Täter maßgeblich zu seiner Tat angestiftet haben dürfte. Warum sollte er sich sonst so eindeutig zu dieser Organisation bekennen? Es handelt sich also offensichtlich um einen Angriff vom Typ „Einsamer Wolf“ – inspiriert durch die Existenz des blütdrünstigen Kalifats und seine Taten sowie durch die eliminatorischen Doktrien des Islam gegenüber Andersgläubigen und Normabweichlern.

Zu diesen Normabweichlern zählen auch Homosexuelle. Es ist daher absurd, die Frage aufzuwerfen, ob es sich denn nun um einen Anschlag aus Schwulenhass oder eine islamistisch motivierte Tat gehandelt hat. Das ist ein konstruierter Widerspruch, denn  Schwulenhass ist ein integraler Bestandteil islamischer Normen. Das zeigt der Blick in die Quellen. Das zeigt vor allem aber der Blick in die Praxis. In den meisten islamischen Ländern steht Homosexualität unter Strafe. Im Iran werden Schwule exekutiert. Der IS hält es ebenso, indem seine Henker Schwule von Häuserdächern stürzt. Diese Bilder zeigen eine derartige Hinrichtung im syrischen Palmyra (Tadmor) am 23. Juli 2015.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die dem Islam eigene mörderische Homophobie offenbarte sich übrigens im April dieses Jahres ganz in der Nähe des jetzigen Anschlagsortes in Orlando. Dort forderte ein islamischer Prediger offen die Tötung von Schwulen. Für ihn ist das ein „Akt der Gnade“. Den Bericht gibt es hier:

Tödliche Predigt in Orlando, April 2016

Zudem spricht der Reaktion der muslimischen Gemeinschaft weltweit Bände. Da wünscht man zum Beispiel auf Twitter den „Sodomiten“ den Tod und bejubelt den Mörder.

Es sei also gewarnt. Wer den Gegner nicht erkennen will, der wird ihn nicht bekämpfen können. Wer ihn nicht beim Namen nennt, wird ihm zum Opfer fallen. Dabei steht der Name klar an der Wand: Er heißt Islamismus, heißt politischer Islam. Jede Form von Appeasement wird in diesem Konflikt zu noch mehr Blutvergießen führen, denn das wird als Schwäche ausgelegt. Wer versucht, mit einer reißenden Bestie zu verhandeln, wird schlussendlich in ihrem Magen enden.