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Griechenland: Über deutsche Nazis und zum Himmel schreiende Korruption

Weil sie solides Wirtschaften fordern, wird in Griechenland gegen die Deutschen die Nazikeule ausgepackt. Das sollten wir uns nicht länger gefallen lassen, und dazu gibt es nur eine Lösung: Kanzlerin, dreh’ den Geldahn zu!  Ein Gastbeitrag von Neokonservativ1740.

Griechenland: Wenn deutsche Touristen die ursprüngliche Geburtsstätte  Europas bereisen, denken sie wohl kaum an die politischen und wirtschaftlichen Zustände des sonnenverwöhnten Balkanlandes. Während vor einigen Jahren noch jeder an blauen Himmel, kieselweiße Strände und volkstümlichen Sirtaki dachte, weiß heute jeder rational denkende Deutsche: Griechenland ist im 21. Jahrhundert meilenweit von seiner damaligen intellektuellen Kultur entfernt und bewegt sich mit zunehmender Gleichgültigkeit der dortigen willfährigen Politiker in den  moralisch-politischen und wirtschaftlichen Abgrund. Griechenland hätte der Eintritt in die Europäische Union verwehrt werden müssen, ebenso die Einführung eines neuen Zahlungsmittels, des Euro, also der Eintritt in die Währungsunion. Außerdem tragen korrumpierte Politikerdynastien und eine ineffiziente Staats-, und Finanzverwaltung ein erhebliches Maß dazu bei, dass der Gang nach Brüssel und die Abschaffung der hochinflationären Drachme-Währung nicht hätte erfolgen dürfen.

Jahrelang gönnte sich der überbürokratisierte Staat Reallohnerhöhungen, die bei 100-120 Prozent rangierten. Olympic Airways-Beamte luden ihre Familienentourage zum vom Staat finanzierten Kantinenmittagessen ein und dachten wohl kaum über zu generöse Prämien nach. „Civil Servants“ feierten extraordinäre Partys auf Kosten des Steuerzahlers, während der im Privatsektor arbeitende Grieche sich mit kümmerlichem Löhnen zufriedengeben musste. Während die Staatswirtschaft (40 Prozent des Bruttoinlandprodukts) aufquoll, geriet die Privatwirtschaft in einen schmerzvollen Abwärtssog, die letztlich dem normalen Bürger schadete. Wenn man in Betracht zieht, dass von 4,972 Millionen Arbeitsfähigen 1,35 Millionen Griechen im staatlichen Sektor tätig sind , hätten bei der zentralplanungswirtschaftlich orientieren griechischen Politikerkaste längst die Alarmglocken schrillen müssen, da ein solch hoher Staatsanteil logischerweise eine Wirtschaft in den totalen Kollaps treibt.

Jedoch sind Vetternwirtschaft und Korruption keine Fremdwörter im hellenischen Vokabular, weder bei diesen Politikern noch bei Bürgern. Die Familiendynastien Karamanlis und Papandreou dominierten seit 1955 die politische Kultur. Die sich „sozialdemokratisch“ nennende – in Wahrheit marxistisch orientierte- Papandreou-Familie regierte fast ununterbrochen Seite an Seite mit der „konservativen“ – vielmehr auf Erhalt des planwirtschaftlichen Systems bedachten – Karamanlis Dynastie. Die überbordende Bürokratie, Mißwirtschaft und Korruption sind größtenteils diesen beiden Familiendynastien anzulasten. Laut einer Studie der Organisation Transparency International  aus dem Jahr 2010 entfallen auf jeden Griechen jährlich 1355 Euro an Bestechungsgeld. Wenn es um Baugenehmigungen, Taxischeine oder das Abwenden einer Steuerprüfung geht, läuft die griechische Wirtschaft im wahrsten Sinne des Wortes wie „geschmiert“.

Zum Inbegriff der Korruption ist unter anderem der in Griechenland weit verbreitete „Fakelaki“ geworden, ein Couvert in dem sich ein Geldbetrag befindet, der logischerweise unversteuert dem Empfänger zukommt. Der Begriff „Fakelaki“ hängt mit dem Alltag der griechischen Wirtschaft zusammen wie Kaugummi mit der Schuhsohle. Geldgeschenke werden vorzugsweise in der Baubranche, aber auch im Gesundheitswesen – um die Arztbehandlung zu beschleunigen – großzügig verteilt.

Seit fünf Jahren befindet sich die griechische Wirtschaft nun in einer Rezession. Durch ein hemmungslos auseinanderklaffendes Leistungsbilanzdefizit, stark zurückgegangene Industrieproduktion, steigende Arbeitslosigkeit und ein massives Haushaltsdefizit, schlitterte der südeuropäische Balkanstaat in einen de facto Bankrott. Diese wirtschaftlich-fiskalische, strukturelle Misere soll mit dem Geld des europäischen Steuerzahlers behoben werden. Nachdem Griechenland 2010 im ersten Rettungspaket „Notkredite“ – die in Wirklichkeit getarnte umverteilerische Staatssubventionen sind – im Wert von 110 Milliarden Euro erhielt, um die vor sich hinsiechende Wirtschaft am Laufen zu halten, wurde jüngst im griechischen Parlament das zweite Rettungspaket im Wert von 130 Milliarden Euro mit Ach und Krach durchgeboxt. Andernfalls hätte im März der tatsächliche „default“ angestanden. Die Lage sieht alles andere als rosig aus, weder für die deutschen Steuerzahler noch für die griechische Wirtschaft. Das Münchner ifo Institut taxiert die Gesamthaftungen des deutschen Staates auf satte 595 Milliarden Euro.

Diese Zahl ist jedoch erstens nur Ergebniskosmetik, denn wenn, wie versprochen, der von der EU beschlossene ESM ab 1. Juni Gültigkeit erlangt, steigt das Gesamthaftungsrisiko des deutschen Staates auf 785 Milliarden Euro. Im Falle eines Refinanzierungsausfalls der europäischen Debitoren muss der deutsche Steuerzahler in Höhe von 785 Milliarden Euro haften, eine schier inakzeptable Lage für den deutschen Steuerzahler. Infolgedessen stiege logischerweise auch das Bonitätsverlustrisikos Deutschland, das langfristig gesehen in einer Erhöhung des Staatsbankrottsrisikos resultieren wird. Der griechische Staat hätte seit Bekanntgabe der theoretischen Insolvenz in ein geordnetes Staatsinsolvenzverfahren manövriert werden müssen, um weitere zentralplanungswirtschaftliche Maßnahmen zu verhindern. Dem griechischen Staat müssen eigentlich alle weiteren versprochenen Kreditgelder verwehrt werden, um die Griechen an ein reales Kreditniveau zu gewöhnen.

Allerdings geht die Entwicklung in die entgegengesetzte Richtung. Die Retterei wird munter fortgesetzt und das artifizielle Kreditniveau wird somit weiter auf Pump finanziert.

Eine finale Frage steht jetzt noch im Raum: Abgesehen vom griechischen Schuldendesaster, Notwendigkeit einer funktionierenden Staats-, und Finanzverwaltung, eines Grundbuchsystems und einer realen Abwertung, fragt sich inmitten der Krise jeder in Europa, wann unsere sozialistische Parteienlandschaften die Frage beleuchtet, wer eigentlich Griechenland erlaubt hat, in die EU-Gemeinschaft einzutreten und warum noch immer keiner die Initiative ergriffen hat, Griechenland aufgrund der massiven Bilanzfälschung aus der EU zu jagen. Lucas Papademos, der amtierende PM Griechenlands, wird so wie sein Vorgänger Papandreou ungeschoren davonkommen. Merkel, Sarkozy und Monti heißen weiter griechische Wirtschaftsverbrecher bei Eurogipfeln willkommen, versprechen weitere „Finanzspritzen“, und es wird fleissig weiter Sirtaki getanzt. Der Krise aber kommt man nicht mit Hilfskrediten bei, die die lockere Haushaltspolitik der Griechen weiter finanzieren, sondern mit einer geordneten Insolvenz, unabhängig von europäischen Steuergeldern.

Aufgrund massiver Wirtschaftskriminalität dürfen wir hochrangige griechische Politiker vor dem EuGH leider nicht anklagen, denn dann würde Merkel von griechischen Politikern der offenkundigen Griechenfeindlichkeit bezichtigt und liebevoll als Reinkarnation Hitlers bezeichnet werden. Die Generosität der europäischen Steuerzahler wissen manche Griechen zur Zeit ja besonders zu schätzen. Fleissig werden Hakenkreuzflaggen entworfen, griechische Radiosender rufen zu einem Boykott deutscher Waren auf. Die griechischen Printmedien sind besonders erfinderisch und geizen nicht mit Kreativität. Sie kleben den Griechen gelbe Judensterne auf die Weste, während deren neue Peiniger, die Deutschen, sie zur Zwangsarbeit treiben.

Das alles muss und will Frau Merkel ertragen. Sie könnte auch ein friedliches Zeichen des Protests setzen und unverzüglich den Geldhahn zudrehen. Das sollte sie tun. Ihre europäischen Kollegen schauen stillschweigend dem irren Treiben zu und hüllen sich in Schweigen. Man wartet auf den Zeitpunkt, an dem wir Deutschen uns das nicht mehr gefallen lassen. Eine konservative, nationalorientierte Partei muss her. Eine Frage der Zeit.

Ein Kommentar

  1. Richard Schwan schrieb:

    Eigentlich gibt es in Bezug auf Griechenland nicht viel zu sagen. Ein Volk das man weder braucht noch vermisst.
    Hier ein aufschlussreicher Artikel:
    http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/griechenland-das-land-lebt-seit-seiner-geburt-im-totalen-bankrott-11645836.html

    Donnerstag, 16. Februar 2012 um 14:43 | Permalink
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